Die Feldenkrais-Methode

Moshé Feldenkrais
Moshé Feldenkrais demonstriert Funktionale Integration in San Fancisco (um 1978).

Moshé Feldenkrais (1904 – 1984) beschäftigte sich neben seiner Arbeit als Ingenieur intensiv mit den japanischen Kampfkünsten Jiu Jitsu und Judo. Als erster Europäer erhielt er 1936 im Judo den ersten Dan, zwei Jahre später auch den zweiten. Bei der Entwicklung eigener Lehrmethoden gewann er die Überzeugung, dass unser Denken durch körperliche Wahrnehmung wesentlich beeinflusst wird, dass sich Denken und körperliche Wahrnehmung wechselseitig prägen. Die Annahme, dass Körper und Geist eine Einheit bilden, ist ein Grundpfeiler der Feldenkrais-Methode.

Einheit von Körper und Geist

Das wurde neurowissenschaftlich durch die Entdeckung bestätigt, dass unser Gehirn sich nicht in Physis (Hardware) und Verstand (Software) trennen lässt. Wenn wir lernen, bilden sich neue organische Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Erfolgreiches Lernen schlägt sich also in physiologischen Veränderungen des Gehirns nieder. Beides, Körper und Geist, ist dort untrennbar miteinander verbunden.

Die Feldenkrais-Methode als Therapie macht sich diese Erkenntnisse zunutze, um Schmerz und stressbedingte Begrenzungen des Körpers aufzulösen. Schrittweise und spielerisch wie ein Kind erlernen wir bei der Feldenkrais-Methode Bewegungsabläufe, wie sie ein gesunder und vitaler Mensch intuitiv nutzen würde. Spielerisch schon allein deshalb, weil das intuitive Lernen bei Säuglingen und Kleinkindern besonders stark ausgeprägt ist – und wir als Erwachsene die Fähigkeit zum organischen Lernen reaktivieren und stärken können.


Unsere Angebote:
Feldenkrais-Workshops (Leitung: Usha Bochtler): auf Anfrage
Feldenkrais-Einzelbehandlung (Usha Bochtler): auf Anfrage


Quellen: Mit Material von Usha Bochtler, Wikipedia, FVD Feldenkrais-Verband Deutschland e.V.