Reiki in der Wissenschaft

Der vitruvianische Mensch, Leonardo da Vinci, ca. 1490, Galleria dell’ Accademia, Venedig

In einer Metaanalyse haben Liu et al. (2025)  die Ergebnisse von 11 Studien untersucht, die sich mit der Frage beschäftigen, wie weit sich Reiki-Therapie auf die Lebensqualität der Studienteilnehmer:innen auswirkt. Diese systematische Untersuchung umfasste 661 Teilnehmer im Alter von 14 Jahren und älter und zeigte eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität nach einer Reiki-Therapie. Die Untergruppenanalyse zeigte, dass Reiki-Therapie mit einer Häufigkeit von ≥ 8 Sitzungen und einer Dauer von ≥ 60 Minuten und akute Reiki-Interventionen von ≤ 20 Minuten am wirksamsten zur Verbesserung der Lebensqualität beitrugen.

Wirksamer als Placebo

Der Mediziner David E. McManus (2017) hat in einer systematischen Übersichtsarbeit starke Hinweise darauf gefunden, dass Reiki als ergänzende Gesundheitstherapie stärker wirkt als ein Placebo. In seiner Analyse hat er ausschließlich quantitative Studien untersucht, die vor ihrer Veröffentlichung durch unabhängige wissenschaftliche Gutachter geprüft wurden, und in denen die Kontrollgruppe durch Schauspieler:innen und nicht durch eingewiesene Reiki-Praktizierende behandelt wurde (Placebo-Kontrollgruppe). Die Studienergebnisse geben insgesamt starke Hinweise darauf, dass Reiki sowohl bei menschlichen Proband:innen als auch bei Versuchstieren stärker wirkte als ein Placebo. Der Autor sieht Reiki als eine sichere und sanfte ergänzende Therapie, die das parasympathische Nervensystem zur Heilung von Körper und Geist aktiviert.